Teresina, 16. Mai 09 / Mit Martin Baumann, unserem Projektleiter in Barras, haben wir eine erste Lagebeurteilung vorgenommen.
Die Hochwassersituation in der Region Teresina/Barras hat sich vorerst entspannt. Die Metrologen haben bis Ende Monat jedoch noch weitere Niederschläge vorausgesagt. Es sind vorwiegend die Ärmsten, die in den Favelas wohnen, die von den Folgen betroffen sind. Sie haben ihre Häuser illegal gebaut und können nur begrenzt mit staatlicher Unterstützung rechnen. Da diese Menschen am Existenzlimit leben, trifft sie die Umweltkatastrophe besonders hart.
Nach Rücksprache mit Martin Baumann möchten wir dort ansetzten wo der Staat keine Hilfe leistet. Es handelt sich dabei um Mobiliar, Kleider, Babynahrung, Medikamente etc.
Dabei möchten wir nicht nur Hilfsgüter oder Geld verteilen. Vielmehr wollen wir im Zusammenhang mit der Kleingewerbeförderung, Handwerkern Aufträge erteilen welche die entstandenen Schäden beheben. Wir möchten zum Beispiel einem Schreiner den Auftrag erteilen Möbelstücke herzustellen und an Betroffene zu verteilen.
Wir werden versuchen in der Schweiz eine entsprechende Hilfsaktion zu lancieren. Spenden können ab sofort auf das PC-Konto 84-1706-5 mit dem Vermerk „Hochwasser Piaui“ einbezahlt werden. Für weitere Unterstützung können Sie per Mail ( beat.schlegel@sam-ame.org ) mit uns Kontakt aufnehmen.
Beat Roggensinger, Beat Schlegel, Klaus Imholz
