Herzlich Willkommen auf unserem Blog

Vom 15. Mai bis zum 10. Juni 2009 können Sie uns auf unserer Projektreise durch Brasilien begleiten.
Wir freuen uns, wenn Sie von Zeit zu Zeit in diesen Blog reinschauen.

Klaus Imholz, Beat Roggensinger, Beat Schlegel


Sonntag, 31. Mai 2009

Sítio das Versuchsgelände von Pro Ribeirinho

Portél, 31. Mai 09
Früh am Morgen reisen wir nochmals anderthalb Stunden weiter mit dem Schnellboot auf das Gelände Síto. Dort ist eine Ausbildungsstätte für Kinder aus dieser Umgebung. Nebenbei werden hier verschiedene Versuche mit Pflanzen, Tieren oder Produktionsmethoden gemacht. Unter anderem verfügt das Team hier über eine Reisschälmaschine die uns auch vorgeführt wurde.
Als Tiere werden hier Bienen und Schweine gezüchtet. Die Pflanzen versucht man so zu züchten, dass sie bessere Erträge bringen und dass verschiedenen Erntezeiten möglich sind.
Nach dem Mittagessen reisen wir zurück nach Portél. An der Mittagssonne bei 40 km/h Reisegeschwindigkeit lohnt es sich eine Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor zu verwenden. In Portél besuchen wir am Abend, wie dies hier üblich ist, zwei Gottesdienste wo wir die Kultur und die Mentalität der Leute eindrücklich erleben können.

Samstag, 30. Mai 2009

Aufbruch zum Brunnenbau

Portel, 30. Mai 09
Am Morgen früh starten wir mit einem kleinen Schiff weiter Fluss aufwärts. Bei der Fahrt die 1 ½ Stunden dauert entdecken wir die unendliche Weite dieses Gebietes. Es gibt nichts als Wald und Wald und zwischendurch eine Waldhütte oder ein paar Waldhütten. Das hier Leute wohnen können ist für uns schwer vorzustellen. Aber was wir feststellen, dass die Leute hier sehr freundliche sind. Wir werden beim Vorbeifahren überall beobachtet. Es scheint als dies für die Leute hier als Freizeitbeschäftigung gilt. Erstaunlich ist auch, dass es überall sehr viele Kinder gibt.
So sind wir endlich am Ort wo wir heute einen Brunnen bohren. Das Team vom Pro Ribeirinho stellt dabei die Einrichtung zum Bohren und das Wissen zur Verfügung. Mit einfachsten Methoden aber vielen Erfahrungen wird in einem Tag ein Brunnen gebohrt. Die Bohrtiefe beträgt dabei jeweils bis zirka 24 Meter. Diese Familie hat heute zum ersten Mal fließendes Wasser im Haus. Sie sind sehr glücklich über das saubere Wasser. Das Wasser aus dem Fluss schmeckt nicht sehr gut und führt, gerade in dieser Zeit, immer wieder zu Verdauungsstörungen.

Freitag, 29. Mai 2009

Zwischenhalt in Portel

Portel, 29. Mai 09
Bevor wir weiter mit dem Schiff den Fluss entlang reisen, machen wir hier einen Tag Zwischenhalt. So haben wir die Möglichkeit diesen Ort besser kennen zu lernen.
Für unser Empfinden ist es hier sehr heiss und die Luftfeuchtigkeit ist hoch.
Umso mehr geniessen wir die Gastfreundschaft die auch hier sehr herzlich ist. Wir haben auch Gelegenheit mit dem Team Gespräche über die Situation vor Ort und die Aufgaben in diesem Gebiet zu besprechen.

Donnerstag, 28. Mai 2009

Pro Ribeirinho

Portel, 28. Mai 09
Die Reise im Schiff nach Portel hat 16 Stunden gedauert. Damit lernen wir die Zeitrealitäten in dieser Gegend kennen. Hierher führen keine Landstrassen. Früher wurde hier Urwald abgeholzt. Dies war die Arbeitsbeschäftigung für die meisten Leute an diesem Fluss. Seit dies nicht mehr erlaubt ist, gibt es kaum mehr Beschäftigung. Somit ziehen viele an die grösseren Ort wie zum Beispiel hier nach Portel.
Hier begleitet uns ein Team das unter anderem die Aufgabe hat, die Leute die aus dem Land fliehen, aufzufangen. Weitere Aufgaben sind auch medizinische Betreuungen, Schulungen usw. der Bewohner am Fluss.
Nun sind wir in einer völlig neuen Welt in Brasilien. So zu sagen, reisten wir von der Wüste in den Urwald. Mich beeindruckt die Vielfalt der Natur die wir erleben können.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Zwischenhalt in Belém

Belém, 27. Mai 09
Nach der Busreise im klimatisierten Car sind wir um 8.00 Uhr in Belém eingetroffen. Bereits am Abend werden wir nach Portel weiter reisen. Dazu werden wir die nächste Nacht auf dem Schiff verbringen. Je weiter wir in den Urwald reisen, umso schlechter auch unsere Internetverbindung werden. Wenn möglich werden wir euch natürlich weiterhin immer auf dem Laufenden halten.

Dienstag, 26. Mai 2009

Augenschein von der Überschwemmung

Barras, 26. Mai 09
In der Nacht und am Tag regnet es in Barras wieder. Bei der Besichtigung den am Fluss gelegenen Regionen wird das Ausmass der Überschwemmung sichtbar. Jeder neue Regen lässt den Wasserstand wieder steigen und Bäche fliessen auf den Strassen duch die Dörfer. Aussagen von Betroffenen bestätigen, dass der Staat Versprechungen macht sich für den Wiederaufbau der Häuser zu beteiligen. Daran glaubt aber kaum jemand wirklich, da bereits letztes Jahr solche Versprechungen nicht eingehalten wurden.
Es werden auch Kleider und Nahrung zur Verfügung gestellt. Was aber fehlt sind weitere Unterstützungen für den Wiederaufbau. Aus diesem Grund besuchten wir einen Schreiner vor Ort der uns nun ein Angebot für neue Schränke macht. Diese Koordination übernimmt nun Martin Baumann der von der SAM in Barras vor Ort tätig ist.
Wir reisen nun zurück nach Teresina und werden mit dem Nachtbuss nach Belém reisen. Diese Reise dauert etwa 16 Stunden.

Montag, 25. Mai 2009

In der Stadt der Überschwemmung

Barras, 25. Mai 09
Auf der Fahrt nach Barras zweigten wir noch einmal in einige abgelegene Regionen. Für uns wurde dort das Leben sichtbar. Es scheint als ob in diesen Orten die Zeit still gestanden ist. Es ist dies eine Realität die der Welt kaum sichtbar ist, da sie abseits von jeglichem touristischem und medialem Interesse liegt. Aber gerade dort sind die Leute auf Hilfe von aussen angewiesen.
Als wir uns der Stadt Barras näherten, wird für uns nun auch die Auswirkung der Überschwemmung sichtbar. Wie uns bereits bekannt war, ist der Wasserstand bereits gesunken. Wir sehen jedoch die Not die bei den Leuten herrscht die bereits vor der Überschwemmung kaum Mittel zum Überleben hatten. Die Häuser der Ärmsten sind vielfach aus Sand und Lehm gebaut. Demensprechend schlecht ist der Zustand dieser Gebäude nach dem Hochwasser. Einige Häuser sind dabei in sich zusammengestürzt, andere sind noch bedroht.
Ein weiteres Problem ist das Mobiliar das im Wasser kaputt gegangen ist. In diesem Punkt möchten wir konkret Hilfe anbieten. Wir versuchen einen Schreiner vor Ort zu finden der Schränke anfertigt. Für diese praktische Hilfe hoffen wir auf Unterstützung auf die wir zählen können.

Sonntag, 24. Mai 2009

Eine Reise ins Innere des Landes

Alves, 24. Mai 09
Nach dem Aufenthalt in der Rancho da Lua geht unsere Reise in eine noch ärmere Region von Piaui. Bereits die Strassen dorthin deuten auf diese Situation hin. Die Häuser sind für unsere Verhältnisse sehr einfach gebaut. Dasselbe gilt entsprechend auch für die sanitären Einrichtungen. Ja, für eine Nacht können wir uns damit abfinden. Natürlich ist es auch hier sehr heiss und vor allem ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch. Trotz der Armut, sind die Leute hier herzlich und auch das Strahlen der Kinder ist unübersehbar.

Samstag, 23. Mai 2009

Rancho da Lua, 23. Mai 09
Das Gelände befindet sich hier mitten im Wald umgeben von Bäumen und Palmen. Entsprechend hoch ist der Geräuschpegel der Grillen die ganze Nacht über. Es gilt auch sich zu wehren gegen die Mücken und andere fliegende Insekten mit sehr viel Spray und in der Nacht mit Moskitonetzen.
Dieser Aufenthalt wird genutzt für Strategiegespräche von bestehenden und auch neuen Projekte welche die SAM in der Zukunft angehen wird. In allen Projekten geht es im Vordergrund darum das Evangelium in dieser Region zu verbreiten. Dabei verbunden werden auch soziale Projekte wie zu Beispiel Vorschulprojekte, Kleingewerbeförderung etc. integriert. Die Leute in dieser katholisch dominierenden Region sind aber sehr offen für das Evangelium. Die Gemeinden wachsen hier wie wir es in der Schweiz nur träumen können. Für mich eine sehr spannende Erfahrung.
Liebe Freunde, wir versuchen euch alle Tage auf dem Laufenden zu halten wie und wo wir auf der Reise sind. Bis anhin haben wir es fast immer geschafft pro einmal an Internet zu kommen wo wir auch Verbindung haben. In Zukunft werden wir aber in Gebieten sein wo dies mit Bestimmtheit nicht mehr der Fall sein wird. Daher werden einige Tage keine aktuellen Beiträge von uns erscheinen.

Freitag, 22. Mai 2009

Sonnenaufgang in Brasilien

Rancho da Lua, 22. Mai 09
Bereits um 04.00 Uhr stehen wir auf, um auf einem Berg (300 m/ü.M.) den Sonnenaufgang zu sehen. Verschiede Leute aus dieser Region haben sich uns angeschlossen. Wir konnten eindrücklich erleben wir Gott diese Welt geschaffen hat. Auf der Rückfahrt machten wir am Mittag halt in Teresina wo Andreas Häberli unsere Reisegruppe verlässt. Unser Tagesziel ist die Rancho da Lua wo wir die nächsten zwei Nächte übernachten werden. Dieser Ort ist das Ausbildungszentrum der SAM in Piaui. In diesen Tagen treffen sich alle Mitarbeiter von Piaui um den Stand der Arbeiten zu besprechen aber auch die Zukunft zu planen. Für mich gibt dies einen tieferen und umfassenderen Einblick in die Missionsarbeit von Piaui. Ich bin beeindruckt von der Arbeit die hier unter schwierigen Umständen und Verhältnissen geleistet wird.

Donnerstag, 21. Mai 2009

Weiterfahrt nach Amarante

Amarante, 21. Mai 09 / Die Reise führte heute zurück über Floriano nach Amarante. An diesem Ort haben wir bereits einmal übernachtet. Bei einem Besuch in Sãn Francisco wechselten wir zum ersten mal vom Bundesstaat Piaui nach Maranhão.
Uns allen geht es gut und die Reise verläuft planmässig.
Die Reise wird in den nächsten Tagen noch weiter in Piaui weiter führen.

Mittwoch, 20. Mai 2009

Zurück in Canto do Buriti

Canto do Buriti, 20. Mai 09 / Am Morgen haben wir nochmals die Bäckerei in Sao Raimundo Nonato besucht um einen weiteren Einblick in die Produktion zu erhalten. Anschliessend machten wir einen Halt im Nationalpark „Serra da Capivara“. Die Besichtigung einer Töpferei gab uns zusätzliche Eindrücke von den Tätigkeiten der Kleinunternehmen in Piaui. Für den Abendgottesdienst begaben wir uns auf einen LKW auf zum Teil überschwemmten Strassen nach Bom Lugar im Sertaõ.

Dienstag, 19. Mai 2009

Bäckereibesuch in Sao Raimundo Nonato

19. Mai, in Sao Raimundo Nonato / Planmässig sind wir auf unserer Route weiter gereist. Die Strassen waren nochmals eine Spur schlechter als bis anhin. Im Zusammenhang mit der Kleingewerbeförderung besuchten wir hier eine Bäckerei die in der Vergangenheit unterstützt wurde und eine erfolgreiche Entwicklung hinter sich hat.

Montag, 18. Mai 2009

Besuch; PEPE und eine Schreinerei

18. Mai, Canto do Buriti / Die Reise von Floriano dauerte etwa 2.5 Std. Die Strasse dorthin wird bewohnt von Rindvieh und anderen Tieren und weist alle paar Meter Schlaglöcher auf.
Auf dem Programm stand der Besuch der Vorschulung PEPE sowie eine Schreinerei.
Nach wie vor ist es für uns Schweizer sehr heiss und zudem noch feucht.
Wie überall fühlen wir uns auch hier bei der Familie Gysin sehr wohl und geniessen die Gastfreundschaft.

In Floriano bei Reifler's

17.Mai, Floriano / Nach der Anreise von Amaranches sind wir bei Simon und Rahel Reifler in Floriano herzlich empfangen worden. Am Nachmittag lernten wir bei einem Rundgang Floriano etwas kennen. Am Abend trafen wir uns zum Gottesdienst.

Sonntag, 17. Mai 2009

Hochwasser im Piaui

Teresina, 16. Mai 09 / Mit Martin Baumann, unserem Projektleiter in Barras, haben wir eine erste Lagebeurteilung vorgenommen.

Die Hochwassersituation in der Region Teresina/Barras hat sich vorerst entspannt. Die Metrologen haben bis Ende Monat jedoch noch weitere Niederschläge vorausgesagt. Es sind vorwiegend die Ärmsten, die in den Favelas wohnen, die von den Folgen betroffen sind. Sie haben ihre Häuser illegal gebaut und können nur begrenzt mit staatlicher Unterstützung rechnen. Da diese Menschen am Existenzlimit leben, trifft sie die Umweltkatastrophe besonders hart.

Nach Rücksprache mit Martin Baumann möchten wir dort ansetzten wo der Staat keine Hilfe leistet. Es handelt sich dabei um Mobiliar, Kleider, Babynahrung, Medikamente etc.

Dabei möchten wir nicht nur Hilfsgüter oder Geld verteilen. Vielmehr wollen wir im Zusammenhang mit der Kleingewerbeförderung, Handwerkern Aufträge erteilen welche die entstandenen Schäden beheben. Wir möchten zum Beispiel einem Schreiner den Auftrag erteilen Möbelstücke herzustellen und an Betroffene zu verteilen.

Wir werden versuchen in der Schweiz eine entsprechende Hilfsaktion zu lancieren. Spenden können ab sofort auf das PC-Konto 84-1706-5 mit dem Vermerk „Hochwasser Piaui“ einbezahlt werden. Für weitere Unterstützung können Sie per Mail ( beat.schlegel@sam-ame.org ) mit uns Kontakt aufnehmen.

Beat Roggensinger, Beat Schlegel, Klaus Imholz

Erste Eindrücke

Samstag, 16. Mai 2009

Der Reisetag


Am Morgen um 04.00 Uhr reisten wir bereits an den Flughafen. Der erste Flug ging nach Lissabon und anschliessend war der Flug nach Brasilia. Dieser Flug in die Hauptstadt von Brasilien dauerte 9 Std. und 40 Minuten. Weiter geht’s mit einem Inlandflug nach Teresina.

Dort übernachten wir bei der Familie Häberli. Als wir nach diesem Reisetag zu Bett ging waren wir seit 26 Stunden unterwegs und in der Schweiz ist es dann am Morgen früh um 7.00 Uhr.

Über die Situation der Überschwemmung haben wir zurzeit keine weiteren Informationen. Wir werden morgen vor Ort weitere Informationen sammeln und euch darüber informieren.

Ich freue mich euch morgen weiter über unseren Einsatz in Brasilien zu informieren.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Noch 24 Stunden

Hochwasser in Piaui
Gestern Abend haben wir mit Martin Baumann, unserem Projektleiter in Piuai, telefoniert. In gewissen Regionen regnet es immer noch 24 Stunden am Tag. Diese Regenzeit hat bereits mehr als 3000 mm/m2 Niederschläge gebracht. Soviel Wasser hat die Region seit 40 Jahren nicht mehr gesehen.
Viele Strassen und Brücken sind immer noch unterbrochen. Die Zahl der Obdachlosen liegt über 300`000. Mehr als 40 Tote sind zu beklagen. Wir werden ab Samstag vor Ort eine aktuelle Lagebeurteilung vornehmen und mögliche Hilfsaktionen einleiten.

Dienstag, 12. Mai 2009

Noch 2 Tage

Nun gibt es für mich noch die letzten Arbeiten zu erledigen.
Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für Brasilien und meine Frau ist am packen.
Danke für alle eure Unterstzützungen.

Montag, 11. Mai 2009

Reiseantritt in 4 Tagen

Bereits in 4 Tagen fliegen wir nach Brasilien. Die Reisevorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Sorgen machen uns allerdings die Nachrichten über das Hochwasser in Piaui. In wieweit wird diese Naturkatastrophe unsere Reise beeinflussen?